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Quelle: Fotolia |
Veränderung
allein um der Veränderung Willen reicht nicht. Es genügt zukünftig auch nicht,
die Veränderung oder Transformation „nur“ zu überstehen oder einfach zu
„bewältigen“. Für Unternehmen wird es vor allem darauf ankommen, sich sowohl in
der Veränderung selbst als auch in der Zeit „danach“ immer wieder auf dem -
dann auch unter Umständen veränderten - Markt zu behaupten. Es geht also
letztendlich darum, immer wieder neu zu bestehen. Und nicht nur das: möglichst
auch erfolgreich zu bestehen, - am besten sogar: sich besser als vorher
durchzusetzen und ja, sogar zu den Besten zu gehören. Eine erfolgreiche
Veränderung oder Transformation muss sich daran messen lassen, ob es durch sie
(oder in der Zeit nach ihr) besser läuft
als vorher. Denn ohne dieses Mess-Kriterium sind sie irgendwann „weg vom
Fenster“, die Unternehmen…
So
die Aussage in meinem letzten Blogbeitrag: Challenge-Partner – die neuen
Superhelden unserer Zeit. https://brittaredmann.blogspot.com/2018/07/challenge-partner-die-neuen-superhelden.html
Inhalt:
Superhelden und Challenge-Partner
bleiben nur freiwillig
Zukunftsfähiges Unternehmensdesign
braucht Herz
Ein Beispiel ganz konkret: VEDA GmbH
Transparenz
Austausch von Mensch zu Mensch
Partizipation
Fazit
Superhelden und Challenge-Partner
bleiben nur freiwillig
So weit so gut. Und wie wunderbar, wenn es einem Unternehmen dann sogar
noch gelingt in den harten Zeiten des Ringens um die besten aller Mitarbeiter - Superhelden und insbesondere Challenge-Partner
- sicher und erfolgreich an Bord des Unternehmens zu holen. Also am besten sie
mit einem festen Arbeitsvertrag zu binden. Doch Stopp! „Binden“ ist hier das
falsche Wort – denn dann wäre ja „alles in Butter“ und die Zukunft gesichert.
Kein Risiko mehr für das Unternehmen, wenn es allein mit dem Abschluss eines
Arbeitsvertrages sich sicher sein könnte, dass z.B. eine Superheldin wie Capitana
Challenge (stellvertretend natürlich für alle weiblichen und männlichen
Challenge-Partner) diesem Unternehmen so lange wie nötig loyal verbunden
bleibt. Nein, die Haltung eines Mitarbeiters, wie Loyalität, Treue,
Verantwortung und vor allem den immer wieder sich allen Herausforderungen
stellenden Willen zum Erfolg genau für dieses Unternehmen – das lässt sich in
keine vertragliche Vereinbarung packen. Ein Superheld zu sein bedeutet mehr als
eine Leistung nach „mittlerer Art und Güte“ zu erbringen und damit mehr als es
im vertraglichen Austauschverhältnis Arbeitnehmer – Arbeitgeber vorgesehen ist. Bindung durch den Arbeitsvertrag ist hier eine Illusion. Im wahren Leben und zukünftig noch viel mehr, wird es so sein, dass die Besten der besten Mitarbeiter (Superhelden eben) den Arbeitgeber einfach verlassen, wenn es für sie nicht genügend Spielraum, Herausforderung und im Fall von z.B. Capitana Challenge Erfolg und partnerschaftliche Augenhöhe gibt, bei der ihre Werte und ihre Haltung auch auf einen fruchtbaren Boden fallen. Und das hat etwas mit der Bedürfniserfüllung, sprich der Motivation zu tun. Für Unternehmen wird es darum gehen, dass es ihnen sehr gut gelingt, die Bedürfnisse von Superhelden ausreichend zu erfüllen. Denn: wahre Superhelden – und das sind ja insbesondere die Challenge-Partner – zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie gehen können, wenn es nicht mehr für sie passt. Sie werden überall gebraucht. Und wenn sie bleiben, dann tun sie es freiwillig, denn wahre Superhelden können sich ihre Einsatzorte, sprich Arbeitsplätze, nun mal frei aussuchen.
Und so kommt diese Blogparade zum Thema #BetterWork genau zum richtigen Zeitpunkt, für die Frage, was denn vor allem einen Challenge-Partner, der insbesondere für Werte wie Loyalität und Treue steht, überzeugen kann zu bleiben.https://www.etventure.de/blog/betterwork-startschuss-der-etventure-blogparade/
Zukunftsfähiges Unternehmensdesign braucht Herz
Wie geht
das mit einem „guten Arbeitsplatz“? Was müssen Arbeitgeber tun, um ein
zukunftsfähiges Unternehmensdesign zu gestalten? Sind es die Bürohunde, die
neuerdings – nach den betriebseigenen Kita´s – immer öfter mitgebracht werden
dürfen und die für die „richtige“ Atmosphäre sorgen? Ist es ein exorbitantes
Gehalt – vielleicht selbst gewählt oder lieber doch im "tarifsicheren" Bereich mit
(fast) jährlich garantierter Tarifsteigung? Sind es die selbstbestimmten
Arbeitszeiten? Oder die „chilligen“ Lounge Ecken, in die man sich dann kleine
Häppchen aus der unternehmenseigenen Küche (natürlich wählbar mit Biokost,
vegetarisch oder vegan – aber alles selbstgemacht 😉) mitnehmen kann?
Wahrlich,
das was Unternehmen – egal ob klein oder groß
- alles tun, um die Besten der Besten zu bekommen, ist ganz schön
aufwendig. Ein Blick in Kununu zeigt, was hier alles möglich ist und was hier
alles untereinander aufgefahren wird.
Ich
persönlich glaube, dass dies zwar wichtig ist und in den heutigen Zeiten auch
stark darüber entscheidet, ob Organisationen überhaupt als ein attraktiver
Arbeitgeber wahrgenommen werden und Bewerber erreichen – doch ob diese dann
tatsächlich bleiben, - dafür reicht das reine Angebot von Benefits nicht aus.
Für
ein zukunftsfähiges Unternehmensdesign braucht es mehr: es braucht einen
inneren Kern. Und zwar den des Unternehmens. Es braucht Atmosphäre. Und zwar in
einer Firma. Es braucht Gefühl. Und zwar zwischen und für die Menschen, um die
es dort geht. Jawohl! Es geht um komplett weiche Faktoren: weder zählbar,
noch messbar, noch sind diese abzuwiegen. Es geht um den Charakter eines
Unternehmens – es geht, um sein Herz.
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Foto: B. Redmann |
Ein Beispiel ganz konkret: VEDA GmbH
Ich
will dies an einem Beispiel verdeutlichen. Ein Unternehmen, dass ich kenne und
das mich stolz macht, mit gestalten zu dürfen. Seit bereits über 40 Jahren ist
VEDA auf dem Markt, was für ein Softwareunternehmen schon etwas heißt. Und es
bietet vielen innovativen Superhelden und auch Challange-Partnern einen
Ankerplatz. Ein Ankerplatz, für den sich diese Mitarbeiter immer wieder
entscheiden zu bleiben. Und auch das konstant über viele Jahre hinweg. Warum
ist das so? Was macht das Herz von VEDA aus?
HerzStück: Transparenz
Zum einen
ist dies Transparenz.
Woran
sich diese zeigt? Seit dem ich VEDA erlebe, gibt es alle drei Monate ein
Treffen mit allen (!) Mitarbeitern (Quartalsmeeting bzw. Highlightmeeting) in
dem die Geschäftsführung über die aktuellen Zahlen, die aktuellen Vorkommnisse
oder neue Ideen und Strategien informiert. Hier wird sehr offen über alles –
Schönes und Nicht-Schönes (z.B. warum hat etwas nicht geklappt, warum konnten
bestimmte Erwartungen nicht erfüllt werden…) gesprochen und diskutiert. So lernen wir aktiv aus unseren Erfahrungen. Jeder,
der will, kann sich aktiv an dem Quartalsmeeting beteiligen. Jeder der will,
kann hier auch einen aktiven Part übernehmen und sich selbst einbringen. Es
wird gemacht, weil es ein wesentliches Prinzip von VEDA ist und den Charakter
prägt: über die wesentlichen Themen zu informieren und sich untereinander,
zusammen darüber auszutauschen und daraus zu lernen.
Einfache
Sichtbarkeit
HerzStück: Austausch von Mensch zu Mensch
Ein
weiteres „HerzStück“ ist der Austausch von Mensch zu Mensch. VEDA hat 150
Mitarbeiter. Das entspricht ca. 7 Fußballmannschaften. Der Austausch
miteinander, wirklich von Kollege zu Kollege, - ja von Mensch zu Mensch – ist
uns sehr wichtig. Wir glauben an den Kontakt zueinander und wir mögen es,
miteinander zu diskutieren. Das braucht keine Anweisung – das passiert
automatisch. Und das macht uns aus. Natürlich kostet uns das auch Zeit – doch
diese Investition ist es uns immer wert. Unsere Arbeitsräume sind so gestaltet,
dass wir viele Möglichkeiten zum Austausch bieten. Es gibt z.B. ein großes
open-space für die Softwareentwickler aber auch verschieden große
Konferenzräume oder diverse Kaffee-Lounges, an denen man sich treffen kann.
Diese Raumgestaltung bringt unseren „inneren
Faktor“ zum Ausdruck: Wir haben, als wir uns damals vor 5 Jahren auf
unseren Prozess und Weg der agilen Zusammenarbeit gemacht haben, ganz intensiv
mit Feedback auseinandergesetzt und alle – ja, wirklich alle: Geschäftsführer,
Auszubildende, teamübergreifend – in ein Feedbacktraining eingeladen, um ein einheitliches
Verständnis von Feedback zu haben, dieses für uns zu definieren und es auch
fortan immer wieder zu trainieren. Denn Feedback – das Rückmelden meiner
eigenen Wahrnehmung an meine Kollegen – ist für uns die Basis unserer
Gesprächskultur und unserer vernetzten Zusammenarbeit und damit auch unserer
Performance. Und nein, wir sind damit nicht „fertig“, sondern auch hier gilt es
immer wieder unsere Kommunikation und damit auch unser Verhalten zu verbessern
und zu erweitern und immer wieder neu zu lernen. An uns und mit uns. Es ist
unser Bestreben, unser Wissen möglichst vielseitig miteinander zu teilen. Hier
unterstützt uns zwar unsere eigene Software Horizon – doch das ist „nur“ die
Technik. Das dies wahrlich mit dem Herzen heraus geschieht – das gelingt nur
mit der entsprechenden inneren Einstellung.
Das
Miteinander als auch das eigene individuelle Bedürfnis möglichst gleichzeitig leben
zu können, ist im Unternehmensdesign bei VEDA fest verankert. Der Einzelne mit
seinen vielfältigen Facetten (und ja auch menschlichen Befindlichkeiten) wird
gesehen und wahrgenommen. Und wenn beim Einzelnen naturgegeben Probleme – egal
ob beruflich oder privat – auftreten, versuchen wir immer eine bestmögliche
Lösung für alle Beteiligten zu finden. Gemeinsam. Miteinander.
Gemeinsam
& Miteinander
HerzStück: Partizipation
Ein
weiteres Charaktermerkmal ist, dass jeder sich bei wirklich fast allem
beteiligen kann, sofern er das möchte und Interesse anmeldet. Er kann sich mit
seiner Kreativität, seinen Ideen und seinem Engagement voll einbringen. Jeder,
der wirklich, wirklich will, kann in der VEDA „machen“. Was heißt das konkret?
Er kann neue Wege ausprobieren oder auch sich selbst in neuen/anderen Aufgaben ausprobieren.
Das,
was viele Unternehmen im Rahmen von agilem Arbeiten aktuell umstellen – nämlich
ihr Performance Management weg von Einzelzielen hin zu einer (finanziellen) Beteiligung
an gemeinsamen Unternehmenszielen auszurichten - das gibt´s bei der VEDA schon
gefühlt „ewig“ und zeugt von dem partizipativen Gedanken. Nach dem Motto: das
Unternehmensziel kann nur gemeinsam erreicht werden – und daran orientiert sich
auch eine Prämienausschüttung.
Transparenz, menschliche Nähe und Partizipation sind die Herzstücke, die
das Wesen von VEDA prägen
Fazit:
Superhelden bleiben nur freiwillig. Ein für
sie passenden Arbeitsumfeld, in dem sie sich entfalten können und das ihnen
entspricht ist, lässt sich nicht mit einem Arbeitsvertrag „sichern“. Es kommt vor allem darauf an, ob die Haltung und die damit verbundene Werte
zueinander passen. Viele Goodies, die Arbeitgeber hier bieten, können ein
Ausdruck dieser Werte sein. Entscheidend für ein zukunftsfähiges Unternehmen
ist aber dessen Herzstück – sein Charakter. Und dieser zeigt sich nur in der
Zusammenarbeit.
#BetterWork ist #HeartWork.
#BetterWork is #HeartWork
Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #BetterWorks. Danke Euch dieses tolle Thema 👍
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